ÖKO-TEST: Bio-Katzenfutter fällt durch, günstiges Rewe-Futter siegt

ÖKO-TEST hat für die Ausgabe 11/2026 insgesamt 23 Trockenfutter für ausgewachsene Katzen untersuchen lassen, wobei das Magazin berichtet, dass nur zwei Produkte die Bestnote „sehr gut“ erhielten.

Elf Futter sprach die Redaktion zudem eine Empfehlung aus, obwohl ausgerechnet eines von zwei Bio-Produkten im Test auf dem letzten Platz landete.

In spezialisierten Laboren wurden die Gehalte an Proteinen, Aminosäuren, Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen überprüft, außerdem die Schwermetalle Blei, Cadmium, Arsen und Quecksilber. Ein Experte für Tierernährung bewertete anschließend, ob die Zusammensetzung den Bedarf der Tiere deckt.

Zusätzlich nahmen die Tester die Angaben auf den Verpackungen unter die Lupe.

A ginger tabby cat eating kibble on a stone surface in an outdoor setting.

Die gute Nachricht: Die meisten Produkte versorgten Katzen ausreichend mit wichtigen Nährstoffen, und bei den Schwermetallen gab es keine bedenklichen Befunde. Die meisten Minuspunkte sammelten die Futter laut ÖKO-TEST jedoch bei fehlenden oder ungenauen Verpackungsangaben, etwa zur Fütterung.

Bei vier Produkten kritisierte das Magazin zudem die Versorgung mit Mineralstoffen und Spurenelementen.

Zwei Testsieger, ein Bio-Ausreißer

Die Bestnote „sehr gut“ sicherten sich der „Ja! Knusper-Mix mit Huhn“ von Rewe und „Josi Cat Crunchy Chicken“ von Josera Petfood. Beim Rewe-Futter stimmten laut ÖKO-TEST Nährstoffzusammensetzung, Fütterungsempfehlungen und Verpackungsangaben.

Für eine vier Kilogramm schwere, wenig aktive Katze fallen demnach etwa sechs Cent Futterkosten pro Tag an, bei einem aktiveren Tier acht Cent.

Das Josera-Produkt kostet laut Test 23 beziehungsweise 31 Cent pro Tag; beanstandet wurde lediglich ein fehlender Hinweis, dass zusätzliche Snacks bei der Tagesportion zu berücksichtigen sind.

Das „Liebesgut Bio-Geflügel Trockenfutter“ erhielt dagegen die Note „ungenügend“. Im Labor wurde ein Kupfergehalt gemessen, der den gesetzlichen EU-Höchstwert für Alleinfuttermittel überschreitet.

ÖKO-TEST zog dafür fünf Noten ab, auch wenn der beauftragte Experte nach Einschätzung des Magazins keine gesundheitlichen Schäden für Katzen erwartet.

Zusätzlich kritisierte die Redaktion die empfohlene Futtermenge als zu hoch und wies auf Abweichungen zwischen einzelnen Nährstoffangaben und Laborergebnissen hin. Die Schwermetallprüfung fiel dagegen unauffällig aus.

Der Hersteller habe die Ergebnisse zur Kenntnis genommen, sich aber nicht weiter dazu geäußert, so das Magazin. Bei Futterkosten von 47 bis 63 Cent pro Tag ist das Bio-Produkt zugleich deutlich teurer als die Testsieger.

Ebenfalls enttäuschend schnitt der „Pet Bistro Knusper-Mix mit Geflügel und Knabbertaschen“ von Müller (Petsway) ab: Er erhielt die Note „mangelhaft“.

Für dich als Katzenhalter zeigt der Test: Ein Bio-Siegel allein sagt nichts über die Nährstoffversorgung aus, und auch günstiges Supermarkt-Futter kann „sehr gut“ abschneiden. Ein Blick auf die Verpackungsangaben lohnt sich, denn fehlende oder ungenaue Hinweise kosteten viele Produkte Punkte.

Bei Auffälligkeiten oder gesundheitlichen Fragen an deiner Katze wende dich an deine Tierarztpraxis.

Häufige Fragen

Wie viele Katzentrockenfutter hat ÖKO-TEST untersucht?

ÖKO-TEST hat für die Ausgabe 11/2026 insgesamt 23 Trockenfutter für ausgewachsene Katzen untersuchen lassen, darunter zwei Bio-Produkte. Alle Produkte sind als Alleinfuttermittel ausgewiesen.

Welche Produkte haben die Bestnote erhalten?

Die Bestnote „sehr gut“ erhielten der „Ja! Knusper-Mix mit Huhn“ von Rewe und „Josi Cat Crunchy Chicken“ von Josera Petfood. Beide überzeugten laut ÖKO-TEST bei der Nährstoffversorgung und der Schwermetallprüfung.

Warum fiel das Bio-Katzenfutter durch?

Beim „Liebesgut Bio-Geflügel Trockenfutter“ wurde im Labor ein Kupfergehalt gemessen, der den gesetzlichen EU-Höchstwert für Alleinfuttermittel überschreitet. Zusätzlich kritisierte ÖKO-TEST die empfohlene Futtermenge als zu hoch und Abweichungen bei Nährstoffangaben.

Wurden bedenkliche Schwermetallmengen gefunden?

Nein, bei den Schwermetallen gab es laut ÖKO-TEST keine bedenklichen Befunde. Die meisten Produkte versorgten Katzen zudem ausreichend mit wichtigen Nährstoffen.

Was kostet das Rewe-Futter pro Tag?

Für eine vier Kilogramm schwere, wenig aktive Katze fallen laut ÖKO-TEST etwa sechs Cent Futterkosten pro Tag an. Bei einem aktiveren Tier sind es acht Cent.

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Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keinen Tierarztbesuch. Bei akuten Beschwerden, anhaltendem Erbrechen oder Durchfall, Fressverweigerung oder Verdacht auf Vergiftung gehört dein Tier sofort zum Tierarzt.