Wer seinem Hund eine Schonkost selbst zubereiten möchte, kann das für eine ganze Woche in einem Durchgang erledigen. Du kochst einmal, portionierst in passende Behälter und frierst die Reste ein. So musst du nicht jeden Tag in der Küche stehen, und die Fütterung bleibt gleichmäßig.
Wichtig ist die Abstimmung mit dem Tierarzt, weil Schonkost kein Ersatz für eine Diagnose und keine Therapie ist. Bei anhaltenden Beschwerden, Fieber, Blut im Kot oder Erbrechen über mehr als einen Tag gehört dein Hund deshalb in tierärztliche Behandlung. Allerdings sind die Mengen in diesem Artikel nur grobe Orientierungen und keine festen Vorgaben.
Was in eine Schonkost für Hunde gehört
Klassische Schonkost besteht aus einer leicht verdaulichen Kohlenstoffquelle und einer mageren Proteinquelle, wobei sich gekochtes Hühner- oder Putenfleisch ohne Haut und Knochen bewährt hat. Dazu kommen gut durchgekochter Reis oder Kartoffeln, und manche Tierärzte empfehlen außerdem Hüttenkäse oder Magerquark als Eiweißquelle, sofern dein Hund Milchprodukte verträgt.
Das Fleisch wird in ungesalzenem Wasser gegart, die Kochbrühe kannst du zum Verdünnen nutzen. Reis quillt besser, wenn du ihn in der doppelten bis dreifachen Menge Wasser kochst. Kartoffeln schälst du und kochst sie weich, ohne Salz und ohne Butter. Auf Gewürze, Zwiebeln, Knoblauch und Öl verzichtest du in dieser Phase.
Ein häufiger Denkfehler ist, dass Schonkost automatisch eine vollwertige Dauerernährung wäre, denn über längere Zeit fehlen Vitamine, Mineralstoffe und Fettsäuren in ausreichender Menge. Deshalb ist Schonkost für die kurze Übergangszeit gedacht, in der der Magen-Darm-Trakt zur Ruhe kommen soll, wobei du die genaue Dauer mit deinem Tierarzt klärst.

Für die Auswahl der Zutaten hilft eine einfache Übersicht. Sie ersetzt keine individuelle Beratung, zeigt aber, welche Lebensmittel in der Schonkost üblich sind und welche du besser meidest.
| Lebensmittel | Geeignet | Hinweis |
|---|---|---|
| Hühnerbrust ohne Haut | ja | ungesalzen garen |
| Putenbrust | ja | mager, gut verträglich |
| Weißer Reis | ja | weich kochen |
| Kartoffeln | ja | geschält, ohne Salz |
| Hüttenkäse | oft | nur bei Verträglichkeit |
| Zwiebeln, Knoblauch | nein | für Hunde giftig |
| Wurst, Speck | nein | zu fett, zu salzig |
Einkaufsliste für eine Woche
Plane für fünf bis sieben Tage, wenn du für eine Woche vorkochen willst. Die Mengen hängen von Gewicht, Aktivität und dem Rat deines Tierarztes ab. Als grobe Orientierung für einen mittelgroßen Hund von etwa 20 Kilogramm reichen für eine Woche ungefähr 1,5 bis 2 Kilogramm mageres Fleisch und eine entsprechende Menge gekochte Kohlenstoffquelle.
Auf der Einkaufsliste stehen:
- mageres Fleisch, frisch oder tiefgekühlt
- weißer Reis oder Kartoffeln
- optional Hüttenkäse oder Magerquark
- gefriergeeignete Behälter mit Deckel
- Beschriftungsetiketten oder Klebeband und Stift
Kaufe lieber etwas mehr Fleisch ein, wenn du unsicher bist, denn gekochte Reste lassen sich gut einfrieren. Achte beim Einkauf auf Frische und kühle die Ware zügig, wobei Fleisch, das schon beim Kauf unangenehm riecht, nicht in den Topf kommt.
Für die Vorbereitung brauchst du einen großen Topf, ein scharfes Messer, ein Schneidebrett und eine Küchenwaage. Die Waage ist wichtiger, als viele denken: Nur so kannst du Portionen gleichmäßig aufteilen und später nachvollziehen, wie viel dein Hund bekommen hat.
Vorkochen in einem Durchgang
Koche Fleisch und Kohlenstoffquelle getrennt. Das hat zwei Vorteile: Du kannst die Garzeiten besser steuern, und du kannst später das Mischverhältnis anpassen, falls dein Tierarzt es ändert. Fleisch ist durchgegart, wenn es innen keine rosa Stellen mehr hat. Reis und Kartoffeln sollten weich sein, aber nicht zerfallen.
Lass alles abkühlen, bevor du es vermischst, weil heiße Speisen in geschlossenen Behältern Kondenswasser bilden, das die Haltbarkeit verkürzt. Kühle die Masse deshalb zügig ab, am besten im Wasserbad oder verteilt auf mehrere flache Schalen, denn bei Zimmertemperatur sollte gekochtes Fleisch nicht länger als nötig stehen.

Mische erst dann Fleisch und Kohlenstoffquelle in dem Verhältnis, das du füttern möchtest. Ein häufig genanntes Verhältnis ist etwa ein Teil Fleisch zu zwei Teilen Reis oder Kartoffeln, aber das ist nur eine Orientierung. Dein Tierarzt kann je nach Krankheitsbild ein anderes Verhältnis empfehlen.
Portionsgrößen richtig einschätzen
Die richtige Menge hängt vom Körpergewicht, vom Aktivitätslevel und vom Gesundheitszustand ab. Eine grobe Faustregel für gesunde Hunde liegt bei etwa zwei bis drei Prozent des Körpergewichts an Futter pro Tag, bezogen auf das Gesamtfutter. Bei Schonkost während einer Magen-Darm-Phase füttern viele Halter kleinere Portionen über den Tag verteilt.
Ein Hund mit 20 Kilogramm Körpergewicht bekommt nach dieser groben Orientierung etwa eine bestimmte Menge Futter pro Tag – die genaue Futtermenge hängt von verschiedenen Faktoren ab und sollte individuell abgestimmt werden., wobei das keine Vorgabe, sondern ein Anhaltspunkt ist. Bei Übergewicht, Untergewicht oder bestimmten Erkrankungen weicht der Bedarf deutlich ab, sodass du im Zweifel deinen Tierarzt fragst, welche Menge für dein Tier passt.
Teile die Tagesmenge auf zwei bis vier Mahlzeiten auf. Kleine Portionen belasten den Verdauungstrakt weniger als eine große. Wenn dein Hund nach dem Fressen erbricht oder Bauchschmerzen zeigt, reduziere die Menge pro Mahlzeit und sprich mit dem Tierarzt.
| Körpergewicht | grobe Tagesmenge | Mahlzeiten |
|---|---|---|
| ca. 5 kg | ca. 100–150 g | 3–4 |
| ca. 10 kg | ca. 200–300 g | 3 |
| ca. 20 kg | ca. 400–600 g | 2–3 |
| ca. 30 kg | ca. 600–900 g | 2–3 |
Diese Werte sind ausdrücklich grobe Orientierungen, die keine tierärztliche Einschätzung ersetzen.
Einfrieren und Auftauen
Gekochte Schonkost hält sich im Kühlschrank bei durchgängig unter vier Grad etwa einige Tage. Für die ganze Woche frierst du einen Teil direkt nach dem Abkühlen ein. Portioniere in Behälter, die genau eine Mahlzeit fassen. So musst du später nur auftauen, was du wirklich brauchst.
Beschrifte jeden Behälter mit Datum und Inhalt, denn gefrorene Schonkost hält sich bei minus 18 Grad über mehrere Wochen, ohne dass die Qualität stark leidet. Taufe sie im Kühlschrank auf, nicht bei Zimmertemperatur, wobei die Mikrowelle auch geht, allerdings solltest du zwischendurch umrühren, damit keine heißen Stellen bleiben.
Erwärme die Portion auf handwarm, nicht heiß, weil zu heiße Nahrung den Magen reizen kann. Wenn du die Schonkost mit Kochbrühe verdünnst, wird sie leichter aufzunehmen und riecht für den Hund außerdem attraktiver.
Wann du zum Tierarzt musst
Schonkost unterstützt den Verdauungstrakt, sie diagnostiziert und heilt aber keine Erkrankung. Bestimmte Anzeichen bedeuten, dass du nicht selbst weiter experimentieren solltest. Dazu gehören Blut im Kot oder Erbrochenen, anhaltendes Erbrechen über mehr als einen Tag, Fieber, starke Schmerzen, Teilnahmslosigkeit oder ein aufgeblähter Bauch.
Auch wenn dein Hund über mehrere Tage nichts frisst oder trinkt, ist tierärztliche Hilfe nötig. Welpen, alte Hunde und Tiere mit Vorerkrankungen wie Nieren- oder Herzerkrankungen reagieren schneller auf Flüssigkeitsverlust. Warte bei diesen Tieren nicht ab.
Wenn die Beschwerden nach zwei bis drei Tagen Schonkost nicht besser werden, stellst du die Fütterung nicht eigenmächtig um, sondern lässt dein Tier untersuchen. Manche Erkrankungen sehen von außen wie eine einfache Magenverstimmung aus, brauchen aber eine gezielte Behandlung.
| Anzeichen | Was tun |
|---|---|
| Einmal weicher Kot | weiter beobachten, Schonkost |
| Erbrechen über 1 Tag | Tierarzt kontaktieren |
| Blut im Kot | sofort Tierarzt |
| Fieber, Apathie | sofort Tierarzt |
| Kein Trinken | sofort Tierarzt |
Zurück zum Normalfutter
Nach der Schonkost-Phase stellst du langsam wieder auf das gewohnte Futter um, denn ein abrupte Wechsel belastet den Darm und kann die Beschwerden zurückbringen. Mische deshalb an Tag eins etwa ein Viertel Normalfutter unter drei Viertel Schonkost, wobei du den Anteil über mehrere Tage steigerst.
| Tag | Schonkost | Normalfutter |
|---|---|---|
| 1 | 3/4 | 1/4 |
| 2 | 3/4 | 1/4 |
| 3 | 1/2 | 1/2 |
| 4 | 1/2 | 1/2 |
| 5 | 1/4 | 3/4 |
| 6 | 1/4 | 3/4 |
| 7 | 0 | 1 |
Beobachte während der Umstellung den Kot und das Allgemeinbefinden. Wird der Kot wieder weicher oder erbricht der Hund, gehst du einen Schritt zurück und sprichst mit dem Tierarzt. Bei manchen Erkrankungen ist eine dauerhaft angepasste Ernährung nötig, die fachlich begleitet werden sollte.
Fazit: Planung hilft, Kontrolle bleibt beim Tierarzt
Vorkochen und Portionieren spart Zeit und sorgt dafür, dass dein Hund über die Woche gleichmäßig gefüttert wird. Eine Einkaufsliste, passende Behälter und eine Küchenwaage reichen für den Anfang aus. Die Mengen in diesem Artikel sind grobe Orientierungen, keine Vorgaben.
Schonkost ist eine Unterstützung in Absprache mit dem Tierarzt, keine Behandlung. Bei ernsten Anzeichen wie Blut im Kot, anhaltendem Erbrechen oder Fieber gehst du sofort zur Untersuchung. Nur so stellst du sicher, dass deinem Hund geholfen wird und du nicht wertvolle Zeit verlierst.
Häufige Fragen
Wie lange darf ich meinem Hund Schonkost füttern?
Schonkost ist für die kurze Übergangszeit gedacht, in der sich der Verdauungstrakt beruhigen soll. Wie viele Tage konkret sinnvoll sind, hängt von der Ursache ab und sollte mit dem Tierarzt abgestimmt werden. Bei anhaltenden Beschwerden ist eine Untersuchung nötig.
Kann ich Schonkost für meinen Hund einfrieren?
Ja, gekochte Schonkost lässt sich gut einfrieren. Portioniere sie in einzelne Behälter, beschrifte sie mit Datum und taufe sie im Kühlschrank auf. Bei minus 18 Grad hält sie sich mehrere Wochen.
Wie viel Schonkost bekommt mein Hund pro Tag?
Als grobe Orientierung gelten etwa zwei bis drei Prozent des Körpergewichts an Gesamtfutter pro Tag. Bei einem 20 Kilogramm schweren Hund sind das ungefähr 400 bis 600 Gramm. Die genaue Menge hängt von Gesundheit und Aktivität ab und sollte tierärztlich eingeschätzt werden.
Welches Fleisch eignet sich für Schonkost?
Mageres, gut verträgliches Fleisch wie Hühner- oder Putenbrust ohne Haut und Knochen ist üblich. Es wird ungesalzen gegart. Wurst, Speck und stark gewürzte Fleischwaren sind ungeeignet.
Wann muss ich mit meinem Hund zum Tierarzt?
Bei Blut im Kot, anhaltendem Erbrechen über mehr als einen Tag, Fieber, Apathie oder wenn der Hund nicht trinkt, gehst du sofort zum Tierarzt. Auch Welpen und alte Hunde solltest du bei Beschwerden früh untersuchen lassen.
Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keinen Tierarztbesuch. Bei akuten Beschwerden, anhaltendem Erbrechen oder Durchfall, Fressverweigerung oder Verdacht auf Vergiftung gehört dein Tier sofort zum Tierarzt.