Stiftung Warentest: Discounter-Katzenfutter ist Testsieger

Stiftung Warentest hat 22 Trockenfutter für Katzen unter die Lupe genommen und dabei dreimal die Bestnote „sehr gut“ vergeben. Damit schlägt das günstigste Produkt im Test die teuren Marken deutlich.

A close-up of a domestic cat eating in a grassy outdoor area, looking at the camera.

Ein 2000-Gramm-Sack des Testsiegers kostet laut Test 2,29 Euro, die Tagesration liegt bei 0,07 Euro.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen zwei deutlich teurere Produkte, beide mit der Note „sehr gut“ (1,5): das „Real Nature Wilderness Ranger’s Forest Adult“ von Fressnapf für 26,99 Euro je 2500 Gramm (0,57 Euro pro Tagesration) und „Sanabelle Adult mit Strauß“ für 15,95 Euro je 2000 Gramm (0,55 Euro pro Tagesration).

Das steckt hinter dem Test

Der Test wurde bereits 2023 durchgeführt und hat laut Stiftung Warentest weiterhin Gültigkeit. Die angegebenen Preise wurden am 27. November 2026 in ausgewählten Filialen erhoben – ein Datum, das nach dem heutigen Stand liegt.

Alle 22 Produkte wurden als sogenannte Alleinfuttermittel geprüft, müssen Katzen also vollständig mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen versorgen. Im Labor wurden unter anderem Inhaltsstoffe bestimmt.

Zudem untersuchten die Experten die Futter auf Schadstoffe wie Blei, Arsen und Kadmium – in keinem Produkt wurden bedenkliche Mengen gefunden. Auch minderwertige Zutaten wie Borsten oder Hufe fanden sich unter dem Mikroskop nicht.

Beim Testsieger überzeugte vor allem die ernährungsphysiologische Qualität, denn dies ist das mit 60 Prozent gewichtete Hauptkriterium, und auch die Fütterungsempfehlungen überzeugten.

Abzüge gab es lediglich bei der Nutzungsfreundlichkeit der Verpackung, während die Bewertungsgrundlage stets die deutsche Durchschnittskatze bildete.

Insgesamt schnitten zwei Drittel aller getesteten Trockenfutter mindestens „gut“ ab, darunter auch Eigenmarken bekannter Drogerien und anderer Discounter.

Preise teils stabil, teils gesunken

Interessant ist der Preisvergleich mit den Erhebungen für den Test in Heft 4/2023: Das Produkt „Sanabelle Adult mit Strauß“ wurde sogar günstiger, während der Testsieger und Platz zwei preisstabil blieben.

Die vollständigen Ergebnisse zum Katzen-Trockenfutter-Test finden sich in der Ausgabe April 2023 der Stiftung Warentest, die hinter einer Bezahlschranke liegt.

Für dich als Katzenhalter bedeutet das: Gutes Trockenfutter muss nicht teuer sein.

Der Deutsche Tierschutzbund weist allerdings darauf hin, dass Katzen, die Trockenfutter fressen, ausreichend zusätzliches Wasser trinken müssen, da Trockenfutter nur rund vier bis acht Prozent Wassergehalt hat – im Gegensatz zu Nassfutter mit seinen rund 80 Prozent.

Trinkbrunnen können dabei helfen, die Katze zum Trinken zu motivieren. Bei Auffälligkeiten oder Fragen zur Ernährung deiner Katze solltest du dich an deine Tierarztpraxis wenden.

Häufige Fragen

Welches Katzenfutter hat den Test von Stiftung Warentest gewonnen?

Testsieger ist das „Attica Knuspermenü Knusprige Mischung mit Rind“ von Netto Marken-Discount mit der Note „sehr gut“ (1,3). Es ist mit 2,29 Euro für 2000 Gramm das günstigste Produkt im Test.

Wie viele Trockenfutter wurden getestet und wie viele erhielten die Bestnote?

Stiftung Warentest hat insgesamt 22 Trockenfutter für Katzen geprüft. Drei davon erhielten die Bewertung „sehr gut“, zwei Drittel aller Produkte schnitten mindestens „gut“ ab.

Wann wurde der Katzenfutter-Test durchgeführt?

Der Test wurde bereits 2023 ausgeführt und hat laut Stiftung Warentest weiterhin Gültigkeit. Die vollständigen Ergebnisse erschienen in der Ausgabe April 2023 der Stiftung Warentest hinter einer Bezahlschranke.

Wurden Schadstoffe in den getesteten Futtern gefunden?

Die Experten untersuchten die Futter auf Blei, Arsen und Kadmium. In keinem Produkt wurden bedenkliche Mengen gefunden, auch minderwertige Zutaten wie Borsten oder Hufe fanden sich nicht.

Was sollten Katzenhalter bei Trockenfutter beachten?

Laut Deutschem Tierschutzbund müssen Katzen, die Trockenfutter fressen, ausreichend zusätzliches Wasser trinken, da Trockenfutter nur rund vier bis acht Prozent Wassergehalt hat. Trinkbrunnen können helfen, die Katze zum Trinken zu motivieren.

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